Volksinitiative für die Ungleichbestrafung
von Straftätern ausländischer
Staatsangehörigkeit mit Pressekonferenz
Eine Versteckte Aktion für die öffentliche mediale Bühne
gegen die Ausschaffungsinitiative der SVP und den
Gegenvorschlag ihrer Helfershelfer

Synopsis, Video, Credits, Idee
Suchprozess, Proben, Formulierung der Initiative
Formierung Initiativkomitee, Einladung Pressekonferenz, Einreichung Initiative
Pressekonferenz, Medienreaktionen
Medienberichte nach der Auflösung, War das Satire?


“Formierung des Initiativkomitees“
Viel Arbeit war es, mutige Menschen zu finden, die bereit waren, für das Initiatvkomitee zu unterzeichnen. Wenn Journalisten bei der Bundeskanzlei nachfragen, sollten sie ja die Auskunft erhalten, dass tatsächlich eine Initiative zur Vorprüfung eingereicht sei. Wir brauchten echte Namen, falls im Einwohnerregister kontrolliert würde. Und wir brauchten Namen, die so verbreitet sind, dass man die Identität ihrer Träger nicht googlen oder über Telefonverzeichnisse recherchieren kann, so dass man auch nicht merkt, dass sie SchauspielerInnen und/oder Linke sind. Die Köpfe sollten durch nichtidentische Namen geschützt sein, die Namen durch nichtidentische Köpfe. Eine Person, die nicht an der Pressekonferenz anwesend sein würde, hatte unter echtem Namen zu agieren, für den Fall dass man bei der Einreichung auf der Bundeskanzlei sich ausweisen sollte (diese Befürchtung hat sich als falsch erwiesen – man kann den Initiativtext per E-Mail einreichen). Zwei Personen sollten mit Handynummer und Mailadresse (je einmal echt und einmal falsch) für die Presse zu Verfügung zu stehen.

Solche Leute zu finden ist auf den letzten Drücker gelungen. Sie fanden sich am Ende fast ausschliesslich im Freundes- und Bekanntenkreis – weitergehende Suchvorgänge waren von eher mässigem Erfolg gekrönt.

Dokument: Aufruf “Namen geben


Am Ende hatten wir eine Liste solch gewöhnlicher Namen, dass wir zu befürchten hatten, sie seien allzu auffällig-unauffällig. Ironie des Ganzen: Jener Name, welcher vom richtigen Namensträger (richtiger Geburtsdatum: 1. April 1986) auch benutzt wurde, ist der ungewöhnlichste…

Dokument: leerer Unterschriftenbogen Komitee
Dokument: leerer Unterschriftenbogen Rückzugsbegehren Komitee
Dokument: Merkblatt für “Initiativkomitee


Einladung zur Pressekonferenz

Dokument: Einladung zur Pressekonferenz
Dokument: Presseadressenliste



Einreichung der Volksinitiative
Eingereicht haben wir die “Eidgenössische Volksinitiative ’Für die härtere Bestrafung von Kriminellen ausländischer Staatsangehörigkeit!’“ per E-Mail am Tag der Pressekonferenz, etwas nach Mitternacht im Übergang vom 8. zum 9. November 2010. Wir wollten es ein paar Tage früher tun, doch die Ansprechperson von der Bundeskanzlei hat darauf bestanden, dass sie uns zuerst den 300seitigen Leitfaden zusendet, bevor wir einreichen. Dem zu widersprechen wäre gewesen, wie wenn man sich für Flugstunden anmelden würde, bei denen man nur fliegen, aber nicht landen lernen möchte... Der “Co-Aussenminister“ wollte nicht absenden, ohne dass der Verantwortliche der Aktion diesen Leitfaden auf relevante Informationen durchsieht. So musste der aus Zürich heimkehrende Verantwortliche, zu dem Zeitpunkt schon mit dramatischem Schlafmanko, an ein Treffen in einem bahnhofsnahen Café, welches nach Schliessung auf einer Sitzbank in der kalten Bahnhofshalle fortgesetzt werden musste. Das alles im Wissen, am folgenden Morgen schon wieder auf den 7.00 Zug eilen zu müssen...
Nach Mitternacht wurde also geschossen.

Dokument: E-Mail an Bundeskanzlei
Dokument: Initiativtext
Dokument: Website www.auslaenderhaerterstrafen.ch.vu



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